Grussworte an die Antiknasttage in Wien von Andre Moussa

Liebe Genossinnen & Genossen zu den Anti Knast Tagen 2014, solidarische Grüße aus der BRD,wo ich,Landessprecher der GG/BO-NRW in der Rechtsbeugeranstalt“JVA Willich I mich befinde.

Ich bin ein 46 jähriger sozial-politischer Gefangener und kämpfe seit Jahren für die Rechte und Belange von Gefangenen und deren Angehörigen. Als Gründer des KNASTSCHADEN&KOLLEKTIVS 1998 bin ich mit in die Gründung der ersten deutschen Gefangengewerkschaft eingetreten, mittlerweile als Landessprecher für das Bundesland NRW(Nord-Rhein-Westfalen). Schon meine Kollegen Oliver Rast, der auch am heutigen Tage hier bei euch in Wien ist, hatten mit staatlichen Repressalien direkt zu kämpfen, doch nach weniger als 2 Tagen hat man ihnen ihre Unterlagen wieder ausgehändigt!

Diese Repressalien vor allem Willkür zog sich bis hier unten nach Willich I, erst war es die Beschlagnahme von 25 Leporellos(Faltblätter)die sich in den nächsten Zusendungen wiederholten. So musste ich Ende Juli – Anfang August dann zu öffentlichen Protesten aufrufen und bei Gericht Anträge auf gerichtliche Entscheidung(§ 109 StVollzG) stellen.. So fand erstmalig in der BRD am 14.August vor dem Senat für Justiz eine Demo für eine Gefangenengewerkschaft statt! Was sicherlich nicht die letzte Demo sein wird, da man aufgrund der Repressalien gegen meine Tätigkeit als Landessprecher NRW weiterhin gegen mich vorgeht – daher rufe ich derzeit auch hier zu einer Demo in den nächsten Wochen auf!

Denn aufgrund der Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Abs.1 & 3 des deutschen Grundgesetz sowie im deutschen StVollzG § 37 darf man einem Gefangenen der gewerkschaftlich tätig ist keinerlei Unterlagen, die im Bezug zur Gewerkschaft stehen vorenthalten, daher kann ich sagen ,das ich mich hier aufgrund der Gesetze absolut im rechtlichen Rahmen bewege und alles, was darüber hinaus gegen mich derzeit „durchgezogen“wird, ist eine reine Willkür von Seiten der Justiz gegen meine Person und auch gegen die Gefangenengewerkschaftssprecher!

Seit Jahren helfe ich Mitgefangenen bei Klagen wie z.b wegen menschenunwürdiger Unter-bringung vor Zivilgerichten ihre Rechte durchzusetzen, damit sie wenigstens einen Teil einer Entschädigung erreichen, was auch ich erreicht habe: das es hier keine 4-Betten-Gemeinschaftszellen mehr gibt, man darf seit letztes Jahr nur noch 3 Gefangen in der Zelle unterbringen, ein Nebenerfolg gegen die Justiz!

Da man aber auch mich 2010 u.a .gefesselt in Handschellen(auf dem Rücken)aus der Zelle zerrte (ich leistete keinen Widerstand),wurde mir auf dem Weg von der 4 Etage bis in den Keller in den BGH (besonders gesicherter Haftraum) der Arm ausgerenkt. Nach nun 4 Jahren habe ich auch hier einen Erfolg erreicht, in dem das Land NRW verurteilt wurde eine angemessene Entschädigung als Schmerzensgeld zu zahlen, die genaue Summe usw. wird nach Begutachtung noch erfolgen, aber es ist ein Sieg, da viele der Beteiligten natürlich sagten, das ich mich gewehrt habe usw.!

Ihr seht mit welchen Mitteln sie hier gegen Gefangene vorgehen zudem ich als Gefangenen-gewerkschaftssprecher tätig bin, so werden sie den Druck natürlich noch erhöhen.

Seit Jahren kämpfe ich für Gefangene. die keine Rentenzahlungen nach der Haft erhalten und so nicht nur in die Altersarmut getrieben werden. Ich behaupte sogar, das man diese in die Kriminalität hinein treibt, und wenn es nur das „Schwarzfahren“ ist, hier in der BRD bekommt mensch bei zweimaligem Schwarzfahren eine Strafanzeige, wenn man dann noch unter Bewährung steht, kann es sehr schnell zu langjährigen Haftstrafen

kommen, und das für’s Schwarzfahren…Was aber alles nicht passieren würde, wenn man den Gefangenen ihre Renteneinzahlungen vornehmen würde, denn Arbeitslosenversicherung bezahlen sie ja auch!

Und das Märchen von wegen die Gefangenenarbeit sei ja nicht mit der Arbeit draußen zu vergleichen, haben wir schon längst aufgedeckt, das dies einer der größten Lügen in der Justizgeschichte ist, es gibt Haftanstalten die fahren 3 Schichtenarbeit, also Akkord ist keine Seltenheit in deutschen Haftanstalten, eigentlich schon die Regel, ob es Autozulieferer sind oder die Elektroindustrie mittlerweile haben auch die Firmen die Knäste entdeckt! Warum nach Osteuropa gehen, wenn man diese Betriebe direkt vor der Türe hat. Sie zahlen keine Miete, brauchen keine teuren Lagerhallen, die Justiz ermöglicht es ihnen!

Gefangene werden so zu Arbeitssklaven der Justiz, und wohin das führt sieht man in den USA!!

Daher rufe ich auf: Freie Gewerkschaftsarbeit hinter Gittern, freie Solidarität drinnen und draußen!

Liebe Genossinnen und Genossen euch noch viel Spaß bei den Anti Knast Tagen und vielleicht wird sich die Eine oder Andere mal mit ein paar Zeilen melden, ich würde mich freuen über ein solidarisches Bündnis mit euch auch in Wien ..

Danke für’s Zuhören!!! “

FREIHEIT ALLER SOZIAL—POLITISCHER GEFANGENE SOWIE DIE SOFORTIGE ABSCHAFFUNG ALLER ISOLATIONSZELLEN/TRÄKTE EUROPAWEIT BESONDERS IN GRIECHENLAND!

GRÜSSE AN DIE GENOSSEN, DIE MAN DORT UNMENSCHLICH FESTHÄLT ABER AUCH GEFANGENE IN ÖSTERREICH GRÜSSE ICH UND WÜNSCHE EUCH KRAFT,VIEL GEDULD UND BALDIGE FREIHEIT!!!“ SOLIDARITÄT IST UNSERE WAFFE‘

3. November 2015

Euer Andre Borris M.ä Moussa Schmitz Landessprecher der GG/BO Nord Rhein Westfalen(NRW)

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Grußbotschaft der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) zu den Anti-Knast-Tagen in Wien vom 7.11. bis 9.11.2014

Liebe Kolleg_innen und Freund_innen,

aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung und einer Konferenzteilnahme bei den zeitgleich stattfindenden 3. Berliner Gefangenentagen kann keinE AktivistIn der GG/BO an diesem Wochenende nach Wien zu den Anti-Knast-Tagen anreisen.
Das ist umso ärgerlicher, als wir uns von dieser Zusammenkunft einiges an neuen Kontakten und etlichen Gesprächsstoff versprochen hatten. Unsere angekündigte Veranstaltung zu unserer praktisch gewordenen Idee einer selbstbestimmt und eigenverantwortlich aufgezogenen gewerkschaftlichen Initiative von Gefangenen hätte sehr gut in Euren Veranstaltungsrahmen gepasst.
Wir hoffen, dass sich die bislang bestehenden Kontaktstränge zu Kolleg_innen und Freund_innen von Anarchist Black Cross (ABC)-Gruppen  in Zukunft vertiefen lassen. Des Weiteren hoffen wir, dass wir uns gegenseitig in der Lage sehen, Kampagnen gegen das System von Arbeitszwang, Billiglöhnerei und Amtswillkür in den Knastanlagen vorzubereiten und vor allem erfolgreich durchzuführen.
Wir als GG/BO planen, im kommenden Frühjahr das Thema Lohndumping und prekäre Beschäftigung hinter Gittern öffentlichkeits- und breitenwirksam mit einem Aktionstag anzugehen.
In der Erwartung an diesem Punkt konkret zusammenzukommen, verbleiben wir mit solidarischen Grüßen

Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO), 7. November 2014

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Worte zu den Anti-Knast-Tagen in Wien

übernommen von: linksunten.indymedia.org

Die diesjährigen Anti-Knast-Tage finden Anfang November in Wien statt. Der Aufruf macht klar, dass Anti-Knast-Kämpfe gesamtgesellschaftlicher Natur bedürfen; und dass es neben den sichtbaren offensichtlichen Gitterstäben und Mauern auch eine Vielzahl an unsichtbaren oder verdrängten Ketten gibt, die es zu sprengen gilt. Folgerichtig gibt es eine Vielzahl an Personen, die sich an der Manifestierung von Machtstrukturen beteiligen: Vom Bullen bis zum linken Sozialarbeiter, vom Richter bis zum “aufmerksamen” Bürger von Nebenan, vom Politiker bis zum (z.B. Antifa-)Kampagnensprecher. Sie alle reden mit autoritären Zungen. Sie alle stinken nach Feigheit, Habgier und dem Wunsch nach Ruhm. Sie alle haben eine Ladung Spucke, Fäuste, Steine und ??? verdient!

Ob das Programm und die Diskusionen dem Aufruf gerecht werden? Hängt natürlich von (uns) allen ab!

Ob auch außerhalb von Anti-Knast-Tagen der “Wunsch nach der Abschaffung der Institution Gefängnis und der Gesellschaft, die es benötigt” praktisch wird? Hängt natürlich von dir und dir und dir und dir ……………………………………….ab!

Für die Zerstörung aller Gefängnisse, auch in deinem Kopf!

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Programm für die Antiknasttage 2014

FREITAG 07. 11.

Alle Veranstaltungen finden in der Medienwerkstatt (2. Stock) statt.

 18:00 Uhr: ABC Wien zur Situation in den österreichischen Knästen

In den österreichischen Gefängnissen mehren sich gewalttätige Vorfälle wie Übergriffe oder Misshandlungen gegen Gefangene. Aber auch Berichte über Widerstandsformen wie Sachbeschädigung, Ausbrüche und Angriffe auf das Bewachungspersonal finden sich regelmäßig in der Presse. In den letzten Jahren kam es zu diversen Umgestaltungen im österreichischen Strafvollzug, in der Form von Einführung neuer Repressionsmethoden (Fussfessel u.ä.) oder der Verwirklichung von Bauprojekten neuer Knäste. Dies betraf den Strafvollzug auf selbe Art und Weise, wie die sogenannte Schubhaft und geht einher mit, beziehungsweise resultiert aus, der Forderung der Justiz nach neuen Einsperrungsmöglichkeiten. Aufgrund von Überbelegung oder dem Fehlen von speziellen Knästen (beispielsweise für den Jugendstrafvollzug oder den Maßnahmenvollzug). Aktuell wird an der Reformierung des Jugendstrafvollzugs gearbeitet. In einem weiteren Teil der Veranstaltung wird es um die Repression und Taktiken der Polizei, gegen jedes noch so kleine Aufkeimen von Widerstand gegenüber der bestehenden Ordnung gehen. Zuletzt wollen wir noch über einige Initiativen sprechen, die in den letzten Jahren bezüglich des Kampfes gegen das Gefängnis und die Repression unternommen wurden.


21:00 Uhr: Zur Situation der gefangenen AnarchistInnen Monica und Francisco in Spanien

Im November 2013 wurden zwei AnarchistInnen in Barcelona verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen einen Sprengkörper platziert zu haben, der am 2. Oktober in der Basílica del Pilar in Zaragoza explodierte. Unter dem Anti-Terror-Gesetz inhaftiert werden sie seitdem vom spanischen Staat gefangengehalten. Die Vortragenden werden über die Geschehnisse und die aktuelle Situation von Monica Caballero und Francisco Solar informieren.


Ab 15:00 Uhr wird der Infoladen (‘Infomaden’) im Erdgeschoss/Portiersloge im EKH als Anlaufpunkt offen sein.

Ab 20:00 Uhr wird die Bar im Erdgeschoss geöffnet sein. Dort wird es auch ab 20:00 Uhr warmes Essen geben.


SAMSTAG 08.11.

Alle Veranstalungen finden in der Medienwerkstatt (2. Stock) statt.

11:30 Uhr: Veranstaltung: Drinnen und Draussen. Oder Dazwischen.

Ein Teil der Realität eingeschlossen zu sein ist, dass der Kontakt zu
jenen, die zumindestens nicht  hinter materiellen  Mauern isoliert sind, umso wichtiger wird.

Wir möchten mit euch über Wege diskutieren um Kommunikation aufzubauen, aber auch über die verschiedenen Aspekte, warum der Kontakt zu Menschen, die von der “Gesellschaft” als Kriminelle marginalisiert werden, von Bedeutung ist.

Briefpapier, Stifte und Adressen werden natürlich auch vor Ort sein um gemeinsam Briefe zu schreiben!


14:00 Uhr: Perspektiven einer Anti-Knast Arbeit im Knast – Diskussionsveranstaltung

Es gibt unzählige kritische, theoretisch Auseinandersetzungen mit dem Thema Knast und dessen Abschaffung. An dieser Stelle soll ein anderer Ansatz diskutiert werden, die Innenperspektive als Mitarbeiterin in einem Gefängnis. Zum ersten als wissenschaftliche Mitarbeiterin im wissenschaftlichen Dienst im Gefängnis und als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Bewährungshilfeverein. Es soll versucht werden, im Rahmen dieser Arbeit, neue Perspektiven einer Anti-Knast Arbeit herauszubilden. Auch ob praktische Anti-Knast Arbeit auch darüber hinaus gehen kann, Gefangen Briefe zu schreiben oder sie zu besuchen. Dabei soll es nicht nur um politische Gefangenen gehen, das Gefängnissystem als ganzes soll ins Auge gefasst und aus einer Innenperspektive heraus analysiert werden.

Fragen die sich dabei stellen:
In wie weit ist eine solche Arbeit systemerhaltend, ist es möglich hier klar abzugrenzen?
An welche Informationen kann herangekommen werden und wozu können sie genutzt werden?
Wie kann Gefangenen praktisch, aus dieser Roller heraus, geholfen werden?
Kann so eine Arbeit auch im Hinblick auf Selbstermächtigung von
Gefangenen hilfreich sein?


17:00 Uhr: Veranstaltung zur Gefangenen-Gewerkschaft in der BRD

Mit der Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) im Mai dieses Jahres haben sich Gefangene in der BRD eine autonome Form der Organisierung hinter Gittern geschaffen. Die anfänglichen Angriffe seitens der Anstaltsleitung in der JVA Tegel-Berlin (u.a. Zellenrazzien) liefen formaljuristisch nicht nur ins Leere, sondern lösten innerhalb und außerhalb der Knastanlagen einen Solidarisierungseffekt aus. Ein Ergebnis war u.a., dass seitdem in einem halben Dutzend Knästen Sektionen der GG/BO aufgemacht werden konnten und derweil etwa 250 Gefangene der GG/BO beigetreten sind.

Der auf der Veranstaltung anwesende Sprecher der GG/BO, Oliver Rast, wird zum einen über die Entstehungshintergründe der GG/BO berichten, und zum anderen über die (konkreten) Aussichten, die volle Gewerkschaftsfreiheit in der Unfreiheit durchzusetzen.

Mit den zentralen Forderungen der GG/BO nach einem Mindestlohn für Gefangenenarbeit und Rentenansprüche für Inhaftierte klinken sich die gefangenen Basis-Gewerkschafter_innen bewusst in aktuelle öffentliche Debatten ein, um ein nicht mehr wegzudenkender Teil derselben zu werden. Das Vortragen und Einbringen von Gefangenen-Forderungen ist, auch wenn sie zunächst einen sozialreformerischen Touch tragen, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Infragestellung von Zwangsanstalten insgesamt – denn: ein eigenständiges und selbstbestimmtes Agieren von und unter Gefangenen ist das Letzte, was JVA-Leitungen und Justizministerien sehen wollen…

Weitere Infos unter: http://www.gefangenengewerkschaft.de/


20:00 Uhr: Veranstaltung zu Haftbedingungen und -verschärfungen in Griechenland

Dass die Zustände in griechischen Gefängnissen sehr schlecht sind, ist selbst der Europäischen Union bekannt. So wurde der griechische Staat in den vergangenen Jahren mehrfach aufgefordert, die Bedingungen in den Haftanstalten zu verbessern. Hungerstreiks und Klagen von Einzelpersonen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)[1] häufen sich und große Gefängnisrevolten sind seit den 1980er Jahren keine Seltenheit. Ungeachtet dessen geschah bislang kaum etwas. Auch der Einsatz der Untersuchungshaft als Präventivstrafe durch die griechische Justiz, ist spätestens seit dem Fall von Kostas Sakkas [2] auch der Öffentlichkeit bekannt geworden. Im Schatten der Europa-Wahl im Mai soll nun über die geplanten Haftverschärfungen, u.a. die Einführung der Isolationshaft und die Errichtung sogenannter Hochsicherheitsgefängnisse, entschieden werden. Eine ohnehin sehr kritische Entwicklung die angesichts anhaltender und rigider Kürzungsmaßnahmen noch unverständlicher erscheint.

Der Vortragende Sven Wegner sprach Ende April mit mehreren Anwält*innen in Griechenland [3] über die geplanten Verschärfungen im Haftrecht, die generellen Zustände in Griechenlands Gefängnissen und über die Verhängung der Untersuchungshaft als Präventivstrafe.  In seinem Vortrag wird er über die Gespräche und den Widerstand gegen die Vorhaben der Regierung Samaras berichten. Spenden sind gern gesehen und werden an die Gruppe Ausser Kontrolle [4] weitergeleitet, um weitere Projekte und Vorträge [5] zu ermöglichen.

[1]http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Gefaehrliche-Zustaende-in-griechischen-Gefaengnissen/story/11820315
[2]http://www.18maerz.de/web/images/neu1/beilage18maerz2014.pdf
[3]http://jungle-world.com/artikel/2014/18/49795.html
[4]http://ausserkontrolle.blogsport.de/
[5]https://linksunten.indymedia.org/en/node/97537


Am Samstag gibt es ab 10:00 Uhr ein Frühstücksbuffet in der Medienwerkstatt.

Ab 15:00 Uhr wird der Infoladen (‘Infomaden’) im Erdgeschoss/Portiersloge als Anlaufpunkt offen sein. Es wird dort Kaffee und Kuchen geben.

Ab 20:00 Uhr wird die Bar im Erdgeschoss geöffnet sein. Dort gibt es auch ab 20:00 Uhr warmes Essen. Außerdem wird danach noch ein Konzert stattfinden.


SONNTAG 09. 11.

12:00 Uhr: Abschlussdiskussion

Abschließende Reflexion zu den Diskussionen des Wochenendes…


Am Sonntag gibt es ab 11 Uhr Frühstück in der Medienwerkstatt (2. Stock).

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Konzert am Samstag auf den Antiknasttagen

02-web

http://www.med-user.net/~ekh/

Samstag 8. Nov 22h
im Sinne der AntiKnastTage 2014

 

Until It All Breaks Soliparty mit den Bands:
STERN
folk-country-punk-rock
http://bandzone.cz/stern

DÁSA FON FLASA
acoustic-punk
http://bandzone.cz/dasafonflasa

SIGELA
melancho-alt-punk
http://bandzone.cz/sigela
inklusive Soli-Cocktailbar und nach Bedarf
Auflegerei mit dj*blackbeauty (horsepower)

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Warm-up für die Antiknasttage: Film + Diskussion

Donnerstag, 06.11.: Film + Diskussion im Politbeisl (EKH), 20:00 Uhr

Bei diesem PolitDiskuBeisl werden zwei Filme gezeigt- “TIME AND TIME AGAIN” und “I’m You You’re Me”. Die Filme sind auf Englisch. Im Anschluss wollen wir darüber diskutieren.

“TIME AND TIME AGAIN” (1986) ist ein Film der sich mit dem Leben von Frauen in Knästen allgemein und im speziellen mit dem Frauenknast in Holloway/London auseinandersetzen. In vier Interviews sprechen Frauen über gewaltvolle Erfahrungen (z.B. Rassismus, Zwangspsychiatriesierung, Isolationshaft,…) und ihren Widerstand als Ex-/Gefangene. Außerdem wird die Notwendigkeit von organisiertem Widerstand und solidarischen Strukturen, die Frauen im Knast und danach unterstützen, sichtbar.

In Bedford Hills/New York State, dem bekannten Hochsicherheitsgefängnis für Frauen haben Gefangene unter dem Motto ‘each one teach one’ eine Selbsthilfe-Organisation aufgebaut. “I’m You You’re Me” beschäftigt sich mit der Entstehung und den Aktivitäten von ACE (AIDS Counceling and Education program), aber vorallem wegen den starken, persönlichen Erzählungen von HIV-positiven Frauen und Frauen mit AIDS ist dieser Film sehenswert.

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Vorläufiges Programm online…

http://antiknasttage2014.noblogs.org/programm/

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Statement zu den Antiknasttagen – von Manfred ‚Iceman‘ Peter

Man kann dem politischen Mainstream in Europa nicht viel entgegen setzen, jedoch dürfen wir Antiknast- und Psychiatrie Aktivisten nicht aufgeben, unsere Arbeit konstruktiv, produktiv und möglichst effizient in die Köpfe des Otto-Normal-Bürgers zu pflanzen. Das heißt für uns ohne Unterlass weiter zu machen und der europäischen ‚Demokratur‘ und anderswo ein Schnippchen zu schlagen.

Gewählte Vollstrecker, Polizei, Überwachung, Psychiatrien und Knäste sind einige der Werkzeuge die dazu dienen, uns unter Kontrolle und gefügig zu halten. Ihr alle da draußen seit gemeint: Wehrt Euch – beugt Euch nicht – arbeitet für mehr Freiräume für alle; Resignation und Ohnmacht wären keine guten Berater. Nehmt mutig den Kampf gegen repressive, ausbeutende und unterdrückende Strukturen auf und fordert weiterhin eure Rechte und die Rechte der Schwächsten innerhalb der Gesellschaft in Europa.

Ich sitze nun seit 23 Jahren im Vollzug, das ist die Hälfte meiner Lebenszeit – aber brechen konnten ‚die‘ mich niemals. Sie hatten sogar versucht mich zu töten. Fakt ist, es ist den Schergen nicht gelungen! Solange ich lebe, werde ich mich gegen das System wenden und biete die Stirn!

Revolutionäre Grüße nach Wien
an alle schwarzen Wölfe
-Iceman-
Manfred Peter

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Samstag 08.11. 18:00 Uhr: Veranstaltung zur Gefangenen-Gewerkschaft in der BRD

Mit der Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) im Mai dieses Jahres haben sich Gefangene in der BRD eine autonome Form der Organisierung hinter Gittern geschaffen. Die anfänglichen Angriffe seitens der Anstaltsleitung in der JVA Tegel-Berlin (u.a. Zellenrazzien) liefen formaljuristisch nicht nur ins Leere, sondern lösten innerhalb und außerhalb der Knastanlagen einen Solidarisierungseffekt aus. Ein Ergebnis war u.a., dass seitdem in einem halben Dutzend Knästen Sektionen der GG/BO aufgemacht werden konnten und derweil etwa 250 Gefangene der GG/BO beigetreten sind.

Der auf der Veranstaltung anwesende Sprecher der GG/BO, Oliver Rast, wird zum einen über die Entstehungshintergründe der GG/BO berichten, und zum anderen über die (konkreten) Aussichten, die volle Gewerkschaftsfreiheit in der Unfreiheit durchzusetzen.

Mit den zentralen Forderungen der GG/BO nach einem Mindestlohn für Gefangenenarbeit und Rentenansprüche für Inhaftierte klinken sich die gefangenen Basis-Gewerkschafter_innen bewusst in aktuelle öffentliche Debatten ein, um ein nicht mehr wegzudenkender Teil derselben zu werden. Das Vortragen und Einbringen von Gefangenen-Forderungen ist, auch wenn sie zunächst einen sozialreformerischen Touch tragen, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Infragestellung von Zwangsanstalten insgesamt – denn: ein eigenständiges und selbstbestimmtes Agieren von und unter Gefangenen ist das Letzte, was JVA-Leitungen und Justizministerien sehen wollen…

Weitere Infos unter: http://www.gefangenengewerkschaft.de/

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UnterstützerInnentreffen am Mittwoch 22. Oktober!

Wir laden für Mittwoch den 22. Oktober zum zweiten UnterstützerInnentreffen für die Antiknasttage ein. Beginn ist 18 Uhr. Wir treffen uns im 2. Stock des EKH in der Medienwerkstatt.

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